Mannheim: Kunsthalle rettet 240 Werke vor Depot

Während der Zeit bis zur Eröffnung des Mannheimer Kunsthallenneubaus wird fast die gesamte Kunstsammlung
ausgelagert. Rund 240 Werke landen aber nicht in den Depots: Die „geretteten“ Bilder sind von Freitag (18. April) an im Jugendstilbau der Kunsthalle zu sehen – unter dem sinnbildlichen Titel „Arche“. Gezeigt werden vor allem mittelgroße und kleinformatige Werke von der Romantik bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In Epochenräumen werden etwa der deutsche und französische Impressionismus kontrastiert.
Ein Höhepunkt ist Édouard Manets Schlüsselwerk „Erschießung Kaiser Maximilians von Mexiko“. Aber auch unbekannte Werke regionaler Künstler sind dabei. „Es wird eine ganz spielerische, leichte, aber auch intensive, weil konzentrierte Präsentation“, sagte Kunsthallendirektorin Ulrike Lorenz. Gezeigt werden die Werke in den kürzlich sanierten Tageslichträumen.

Die Ausstellung läuft bis Mitte 2016. Während der Neubau an das Jugendstilgebäude angeschlossen wird, muss die gesamte Kunsthalle schließen. Der umstrittene Neubau soll 2017 fertig sein. Am 22. Mai bekommt die Öffentlichkeit das neue Fassadenmodell zu sehen. Kurz darauf beginnt die Entkernung des Gebäudes. Die Abrissbirnen sind Lorenz zufolge voraussichtlich im Juli im Einsatz. Mehr dazu heute Abend in RNFlLife. (lsw/mf)