Mannheim: Mann nach Mord an Kioskbesitzer vor Gericht

Weil er beim Überfall auf einen Kiosk den Betreiber tödlich verletzt hat, steht ein 30-Jähriger vom 2.
September an wegen Mordes vor Gericht. Der Mann hat den Inhaber laut Anklage mit einem Springmesser kampfunfähig machen wollen, um dessen Einnahmen zu stehlen, wie das Mannheimer Landgericht am Mittwoch mitteilte. Dabei soll er von Anfang an auch billigend den Tod des Opfers in Kauf genommen haben. Dieses starb an den Verletzungen.
Der Angeklagte habe nach Betreten des Ladens im März dieses Jahres nach Zigaretten gefragt. Als sich der Kioskbesitzer bückte und dem Mann den Rücken zukehrte, habe dieser dem arg- und wehrlosen Opfer drei Messerstiche verpasst. Als sich der Betreiber umdrehte, stach der Beschuldigte nach Darstellung des Gerichts noch einmal in die Brust des Mannes und traf dabei die Hauptschlagader. Der
Kioskbesitzer sei daraufhin stark blutend zusammengebrochen. Als ein Kunde in den Laden kam, sei der Angreifer geflohen. Polizisten hätten ihn aber wenig später festnehmen können.(dpa/lsw)