Mannheim: Mildes und windstilles Wetter schmälert Ergebnis der MVV Energie

Milder Winter und wenig Wind: Das Wetter der vergangenen Monate hat dem Mannheimer Energieversorger MVV einen Dämpfer verpasst. Zwar liege das Ergebnis im Plus, aber das hätte ohne Witterungseinflüsse größer sein können, sagte ein Sprecher des Unternehmens am Freitag. Weil es im Winter vergleichsweise warm war, heizten die Menschen weniger und der Gasabsatz ging zurück. Durch das eher geringe Windaufkommen sanken die Erträge aus Windkraftanlagen. Auf das Ergebnis habe zudem gedrückt, dass sich die Inbetriebnahme zweier neuer Kraftwerke in Großbritannien verzögert habe, sagte der Sprecher. Die Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham östlich von London sollten ursprünglich Anfang 2015 in Betrieb gehen, nun soll es in den nächsten Monaten soweit sein. Die negativen Effekte habe man durch Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen abgefangen, sagte der MVV-Vorstandsvorsitzende Georg Müller. Das operative Ergebnis stieg um acht Prozent auf 196 Millionen Euro. Unterm Strich blieben 103 Millionen Euro, ebenfalls ein Plus von acht Prozent. An seiner Jahresprognose, ein operatives Ergebnis ungefähr auf Vorjahreshöhe zu erreichen, hält das Unternehmen fest. (dpa/lsw)