Mannheim: Mutmaßlicher BVB-Attentäter Angestellter der MVV

Der Tatverdächtige im Sprengstoff-Anschlag auf Borussia Dortmund ist ein Angestellter des Mannheimer Energieversorgers MVV. Seit Mitte 2016 sei er als Elektriker im MVV-Heizkraftwerk des Uniklinikums in Tübingen beschäftigt, bestätigte ein Unternehmenssprecher auf RNF-Anfrage. Der 28 Jahre alte Deutsch-Russe aus Freudenstadt wird von der Bundesanwaltschaft verdächtigt, den Sprengstoffanschlag verübt zu haben, um mit Aktienoptionen einen hohen Gewinn zu machen.
Der Verdächtige werde am Nachmittag einem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt. Dieser kann Haftbefehl erlassen. Ihm werden nach dem Anschlag auf die Fußballspieler versuchter Mord, Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion sowie gefährliche Körperverletzung vorgeworfen.
Der im Raum Tübingen gefasste 28-Jährige soll laut Bundesanwaltschaft auf einen durch den Anschlag am 11. April verursachten Kursverlust der BVB-Aktie gesetzt haben. Dadurch habe er einen hohen Gewinn einstreichen wollen. Eine Sprecherin der Bundesanwaltschaft sagte, der Mann habe drei verschiedene Derivate auf die Aktie von Borussia Dortmund erworben – die meisten davon am Tag des Angriffs selbst.(mf/dpa)