Mannheim: Erste Versammlung der Mieterpartei – „100 preiswerte Neubauwohnungen in der Hafenstraße“

Die am 28. Februar gegründete Mieterpartei Mannheim – aktuell sieben Mitglieder – lädt für den 13. März zu einer ersten Versammlung ein. Die Partei, die bei den kommenden Kommunalwahlen in Fraktionsstärke in den Gemeinderat einziehen will, versteht sich als „soziale Partei“. Sie beklagt in erster Linie den Mangel an bezahlbaren Wohnraum und den Überfluss an hochwertigem Wohnraum in der Quadratestadt. Das teilt der Vorsitzende Karlheinz Paskuda mit. „Wir halten das für eine absolute Fehlentwicklung, verursacht durch Fehlentscheidungen der Verwaltung in den letzten acht bis 10 Jahren.“ Weiter erklärt der ehemalige linke Politiker: „Wir fürchten die Gentrifizierung in innenstadtnahen Stadtvierteln und sehen auch da fast keine Gegenmassnahmen.“ Auch das 12-Punkte-Programm des Gemeinderates werde diese Probleme nicht lösen. Die Mieterpartei verlangt u.a. ein Kommunales Wohnungsbauprogramm in Höhe von 10 Millionen Euro jährlich. „Zudem fordern wir in betroffenen Stadtteilen auch über die GBG einen Einstieg in den Sozialen Wohnungsbau, u.a. mit 100 preiswerten Neubauwohnungen in der Hafenstrasse im Stadtteil Jungbusch.

Als Ein-Thema-Partei will Paskuda aber nicht um Wähler werben. Auch der Erhalt der Kleingärten z.B. in der Au ist in Paskudas Fokus und man engagiere sich für Mieter und Mieterinnen der „finanzorientierten Immobilienkonzerne VONOVIA und Grand City“. Die Einführung eines wirklichen Sozialtickets sei ein wichtiges Anliegen. Die Veranstaltung beginnt um 19:30 Uhr im Café COHRS in der Lange-Rötter-Str. 60. (wg)