Mannheim: „Paradise Papers“: Museen und Uni betonen transparente Finanzierung

Im Zusammenhang mit den „Paradise Papers“ betonen die Mannheimer Reiss-Engelhorn-Museen und auch die Universität Heidelberg, die Finanzierung der Einrichtungen seien korrekt verlaufen. „Die Vermutung, dass die Curt-Engelhorn-Stiftung für die Reiss-Engelhorn-Museen aus Steuerhinterziehungsmitteln finanziert worden sei, ist eine Falschannahme“, so der Vorstandsvorsitzende der Curt-Engelhorn-Stiftung, Alfried Wieczorek. Das Heidelberg Center for American Studies der Universität Heidelberg teilte mit, die Einrichtung sei für die „bedeutende und kontinuierliche Unterstützung“ dankbar und werde keine Stellung zu den neuen Vorwürfen beziehen. Das HCA wird den Angaben nach seit 2004 über die Angel Foundation mit Sitz in Mannheim „großzügig in Forschung und Lehre gefördert“. Die „Süddeutsche Zeitung“ hatte an ein Steuerstrafverfahren gegen die Töchter des Pharmaunternehmers Curt Engelhorn erinnert. Sie sollen laut den damaligen Vorwürfen der Ermittler 440 Millionen Euro Schenkungssteuer hinterzogen haben. Die bayerischen Finanzbehörden einigten sich in einem Deal mit den Töchtern auf eine Steuernachzahlung von 145 Millionen Euro. Laut SZ sollen die „Paradise Papers“ zeigen, dass der Familie weitere Trusts oder Briefkastenfirmen zuzuordnen seien. (asc)