Mannheim: Polizei im Drogenprozess an Belastungsgrenze

Mannheim. Der Mannheimer Drogenprozess gegen elf Angeklagte bringt die Polizei laut ihrer Gewerkschaft an die Belastungsgrenze. Die Angeklagten würden im Gerichtssaal von zahlreichen Polizeibeamten bewacht, sagte der Vorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP) Mannheim, Thomas Mohr. Die mutmaßlichen Täter werden laut Mohr in Fußfesseln vorgeführt. „Die Polizei kann das auf Dauer hier nicht leisten und bis Dezember dieses Personalaufgebot zusätzlich schultern“, betonte Mohr. Für die Amtshilfe entstünden der Polizei durch den hohen Personalansatz mehr als 25.000 Einsatzstunden. Vor dem Landgericht Mannheim müssen sich seit der vergangenen Woche elf Männer wegen Drogenschmuggels, Drogenhandels und Herstellung von Drogen verantworten. Fahnder hatten im Oktober fast 150 Kilogramm Amphetamine in Ludwigshafen gefunden – eine der größten Mengen dieser Droge, die bundesweit je sichergestellt wurde. Der Markwert der beschlagnahmten Drogen betrug rund 1,5 Millionen Euro. Für den Prozess sind 55 Verhandlungstage angesetzt. Drei Tage die Woche seien mehrere Dutzend Polizeibeamte dafür abgestellt, sagte Mohr. Ein Urteil wird frühestens Ende des Jahres erwartet. Die Männer sitzen in U-Haft.