Mannheim: Polizei rechnet in Pinguin-Fall nicht mit schneller Aufklärung

Nach dem Tod eines gestohlenen Pinguins in Mannheim hat die Polizei die Hoffnung auf eine schnelle Aufklärung der Tat gedämpft. „Wir rechnen nicht mit baldigen Ergebnissen hinsichtlich einer Festnahme“, sagte ein Polizeisprecher am Freitag. Die Spurensicherung nach dem Fund des Tierkörpers am Rande eines Parkplatzes etwa 300 Meter Luftlinie vom Luisenpark entfernt sei noch nicht abgeschlossen. Die Stelle sei eher abgelegen, Überwachungskameras gebe es in diesem Bereich nicht. Der Pinguin sei ohne Kopf gefunden worden. „Die Verletzungsmuster deuten auf
Tierfraß hin.“ Nähere Hinweise erhoffe sich die Polizei von einer Untersuchung des Pinguins durch das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt in Karlsruhe. Für Tierfraß sind vor allem Ratten und Füchse bekannt. Ein Passant hatte den toten Humboldt-Pinguin am gestrigen Donnerstag gegen 8.30 Uhr gefunden. Das Tier war am vergangenen Samstag aus seinem Gehege verschwunden. Die Polizei geht von einem Diebstahl aus. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen unbekannt. Die Behörden schließen aus, dass der fünf Kilo schwere und etwa 60 Zentimeter große Pinguin im Park von einem Wildtier gerissen oder selbst entlaufen sein könnte. Humboldt-Pinguine gehören zu den gefährdeten Arten. (dpa)