Mannheim: „Poser“ wehrt sich gegen Strafzettel – Verhandlung vor dem Amtsgericht

Vor dem Amtsgericht Mannheim wehrt sich ein sogenannter Poser gegen mehrere Strafzettel wegen Lärmbelästigung. Der Fahrer eines schwarzen Jaguars war der Polizei mehrfach aufgefallen. Der 28-Jährige Mann aus Gelsenkirchen gab vor Gericht an, dass er Online-Elektronikhändler ist. Er sagte aus, dass er sich den Jaguar F-Type mit 551 PS gekauft habe, weil er laut sei. Die Polizei kontrolliert immer wieder sogenannte Poser. Ihnen geht es darum, durch Lärm auf sich und ihr Auto aufmerksam zu machen. Sie haben die Auspuffanlage aufgemotzt oder betreiben sogenannte Soundbooster – Lautsprecher, die künstlich Lärm erzeugen. Bis zu 75 Dezibel sind bei sportlichen Fahrzeugen in der Regel in Ordnung, einzelne Serienfahrzeuge haben eine höhere Zulassung – aber viele der Poser-Umbauten kommen auf mehr als 100 Dezibel und machen damit beispielsweise einem Presslufthammer oder einer Kreissäge Konkurrenz. Das ist hart an der Schmerzgrenze mit der Gefahr von gesundheitlichen Schäden. Mehr über den Prozess am Abend in RNF Life. (asc)