Mannheim: Privatschule kündigt Zwölfjährigem – Rechtsstreit geht weiter

Eine Mannheimer Privatschule weigert sich, einen zwölfjährigen Jungen weiter zu unterrichten. Zum Ende des
vergangenen Schuljahres hatte das Gymnasium den Vertrag mit dem Schüler gekündigt. Vor dem Mannheimer Amtsgericht gab es am Dienstag keine Einigung zwischen der Mutter des Jungen und der Schule. Die Richterin will am 26. September eine Entscheidung verkünden.

Die Mutter hatte beantragt, dass ihr Sohn die Schule weiter besuchen darf. Der Verteidiger des Jungen nannte als Grund für die Kündigung einen „alterstypischen Vorfall“. Die Mutter hat nach eigenen Angaben bislang keine neue Schule für ihren Sohn gefunden.

Die Privatschule beruft sich auf ihre Geschäftsbedingungen, nach denen sie den Vertrag mit einem Schüler innerhalb der viermonatigen Probezeit ohne Angaben von Gründen kündigen kann. Die Mutter wollte erreichen, dass ihr Sohn zumindest bis zum Ende des Schuljahres bleiben kann. Das Gymnasium lehnte dies ab.
Der Junge war erst zur Mitte des Halbjahres an die Schule gekommen. „Ich wollte meinen Jungen einfach auf einer Privatschule sehen“, sagte die Mutter. Die Richterin beruhigte den Zwölfjährigen in der Verhandlung: „Es wird eine Schule geben, an der du dich weiter bilden darfst und auch musst.“(dpa/lsw)