Mannheim: Reiss-Engelhorn-Museen präsentieren Schlachtgetümmel auf Porzellan

Kostbares Porzellan aus dem 18. Jahrhundert mit einer ungewöhnlichen Verzierung präsentieren von diesem Sonntag an die Reiss Engelhorn-Museen (rem) in Mannheim. Auf einem 43-teiligen Service der Frankenthaler Manufaktur sind dramatische Schlachten sowie Reiterkämpfe vor historischer Kulisse und rastende Soldaten zu sehen. „Dass ein Service dieser Größe komplett und unbeschadet die Jahrhunderte überdauert hat, ist eine absolute Seltenheit“, sagte Projektleiterin Irmgard Siede. Die Ausstellung „Von Pulverdampf und Schlachtidyll“ ist bis zum 2. Dezember zu sehen. Das Service gehört zu den wertvollsten Produkten, die je in der Frankenthaler Manufaktur gefertigt wurden. Es kam vor zwei Jahren als Geschenk von Traudl Engelhorn-Vechiatto an die Reiss-Engelhorn-Museen und steht erstmals im Mittelpunkt einer Ausstellung. Die Reiss-Engelhorn-Museen beherbergen die weltgrößte Sammlung an Frankenthaler Porzellan. Die Manufaktur wurde 1755 gegründet und produzierte vor allem für Kurfürst Carl Theodor (1724 bis 1799). (lsw/mj)