Mannheim: Rhein entgeht nur knapp einer Umweltkatastrophe

Um ein Haar hätte die Schiffshavarie im Mannheimer Hafen am Freitagabend zu einer „Umweltkatastrophe“ geführt. Das sagte der Kommandant der Feuerwehr Mannheim, Thomas Schmitt, im RNF-Interview: Es hätte Rhein-Alarm gegeben, wenn die Ladung – mehr als eine Tonne Dünger – in den Fluß gelangt wäre. Glück im Unglück hatte auch die zweiköpfige Besatzung des belgischen Gütermotorschiffs, das nach Kehl unterwegs war. Der Matrose stellte plötzlich einen massiven Wassereinbruch am Bug fest. Die Ursache ist laut Polizei noch nicht bekannt, aktuell sind zwei Gutachter vor Ort. Für das Schiff besteht fürs erste Weiterfahrverbot. Das mit 1200 Tonnen Kunstdünger beladene Schiff drohte zu sinken. Nachdem der 45-jährige Schiffsführer geistesgegenwärtig angelegt hatte, kamen die Hochleistungspumpen des Feuerlöschbootes „Metropolregion“ zum Einsatz. 4000 Liter Wasser pro Minute wurden abgepumpt, so Schmitt, was den sicheren Untergang verhinderte. „Zu einem Eintrag der Ladung in den Rhein kam es glücklicherweise nicht, wodurch kein größerer Schaden für die Umwelt eintrat“, so die Polizei. Verletzt wurde niemand. Die Höhe des Schadens steht noch nicht fest.