Mannheim: Schillertage beginnen mit Calixto Bieitos „Räubern“

Der spanische Starregisseur Calixto Bieito gibt am Freitag den Startschuss für die 18. Internationalen Schillertage in Mannheim. In seiner Inszenierung ist Friedrich Schillers Drama «Die Räuber» zu sehen, das 1782 in Mannheim uraufgeführt wurde. Das Festival, das bis zum 20. Juni dauert, steht in diesem Jahr unter dem Motto «Geschlossene Gesellschaft». Ein Schwerpunkt ist Afrika: Präsentiert werden gleich fünf deutsche Erstaufführungen aus dem afrikanischen Raum.

Mit Stücken von Schiller sind unter anderem Theater aus Bremen, Berlin und Dresden zu Gast in Mannheim. Der Intendant des Deutschen Nationaltheaters Weimar, Hasko Weber, zeigt die komplette Wallenstein-Trilogie mit Dominique Horwitz in der Titelrolle. Am 19. Juni wird die Auftragsproduktion «Wallstone IV» von Clemens Meyer («Als wir träumten») uraufgeführt.

Die Schillertage finden alle zwei Jahre statt. 2013 kamen rund 22 000 Besucher. Für Aufsehen sorgte die Inszenierung des Aktionskünstlers Jonathan Meese, der das Publikum in der Uraufführung seines Ein-Mann-Stücks «Generaltanz den Erzschiller» mit Hitlergrüßen schockte. Sein Auftritt rief die Staatsanwaltschaft Mannheim auf den Plan, die ihre Ermittlungen aber später einstellte. (lsw)


Mehr über die Schillertage in unserem aktuellen Beitrag aus der Serie "Bühnenlichter" (siehe rechts).