Mannheim: Trauer um Hermann Weber

Die Universität Mannheim trauert um den Politikwissenschaftler Prof. Dr. Hermann Weber. Der gebürtige Mannheimer wurde 1975 Professor für Politik und Zeitgeschichte an der Mannheimer Unversität, wo er den „Arbeitsbereich für Geschichte und Politik der DDR“ gründete. Seine Arbeiten wurden bald zu viel zitierten Standardwerken, weil sie „Schein und Wirklichkeit in der DDR“, so der Titel seines Erstlingswerks, präzise bestimmten und aus unterschiedlichen Perspektiven stets originär beleuchteten. Hermann
Weber galt bis zuletzt als die Kapazität seines Gebietes. Er war Mitglied des Stiftungsrates der „Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur“ sowie Gründungs- und Ehrenmitglied der „Gemeinsamen Kommission für die Erforschung der jüngeren Geschichte der deutsch-russischen Beziehungen“. An der Universität Mannheim engagierte er sich in den Gremien der Universität und wirkte an der Gründung des Mannheimer Zentrums für Europäische Sozialforschung (MZES) mit. Vor wenigen Wochen erschien
die von ihm mit herausgegebene Dokumentation „Deutschland, Russland, Komintern“. Weber starb nach kurzer Krankheit im Alter von 86 Jahren. feh