Mannheim: VGH kippt hunderprozentige Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen der Uni

Die Universität Mannheim darf in ihrer Prüfungsordnung nicht pauschal die hundertprozentige Anwesenheitspflicht bei Lehrveranstaltungen vorgegeben. Das entschied der Verwaltungsgerichtshof in Mannheim heute. Ein Mannheimer Student der Politikwissenschaften hatte sich gegen eine hundertprozentige Anwesenheitspflicht in seinem Fachbereich juristisch zur Wehr gesetzt. Aus seiner Sicht wird durch die Regelung das Grundrecht der Berufs- und Wissenschaftsfreiheit verletzt. Dem stimmte der VGH zu. Eine Revision ist nicht zugelassen. Der Allgemeine Studierendenausschuss der Uni Mannheim hatte sich mit dem Studenten solidarisiert. Demnach hätten Dozenten teilweise schon bei „einmaligem unentschuldigtem Fehlen mit dem Verlust des Prüfungsanspruchs gedroht“. (lsw/mj)