Mannheim: Wohl keine Erstaufnahmestelle für Flüchtlinge

Mannheim kommt offenbar als Standort für eine Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge nicht in Betracht. Die Stadt hatte sich als Standort ins Gespräch gebracht. Um die Flut der Asylbewerber bewältigen zu können, müsse die bestehende Zweigstelle der LEA von 750 auf 1000 Plätze ausgebaut werden. Deshalb müsste diese vorübergehend geschlossen und die Flüchtlinge umgesiedelt werden. Oder es wäre ein Neubau nötig. Im Bestreben, 4000 Plätze zur Erstaufnahme von Flüchtlingen zu schaffen, setzt Baden-Württemberg dem Vernehmen nach auf andere Standorte. Das Land will nach eigenen Angaben vier möglichst gleichgroße Zufluchtsorte in den vier Regierungsbezirken aufbauen. Derzeit gibt es nur eine LEA in Karlsruhe mit zehn Außenstellen und fünf Notunterkünften. Dort wurde
die Kapazität seit 2012 von 930 auf rund 3000 Plätze erhöht. Die Asylsuchenden bleiben in der Regel vier bis sechs Wochen in der LEA, bevor sie in andere Stadt- und Landkreise zur vorläufigen Unterbringung während des Asylverfahrens kommen. In der Zollernalb-Kaserne in Meßstetten soll eine LEA befristet bis 2016 eingerichtet werden. Die Vorbereitungen für einen Standort in Ellwangen laufen an. Weitere LEA sollen in Tübingen und Freiburg entstehen. (mho)