Mannheim: Zäher Auftakt für Neuauflage des Prozesses um Mega-Drogenschmuggel

Mehrfache Unterbrechungen und zahlreiche Erklärungen der Verteidiger haben am Dienstag die Neuauflage des Prozesses um groß angelegten Drogenschmuggel bestimmt. Elf Männer müssen sich unter strengen Sicherheitsmaßnahmen erneut vor dem Mannheimer Landgericht verantworten. Laut Anklage sollen sie über angeworbene Kuriere Chemikalien in ein niederländisches Drogenlabor
geschmuggelt und das Fertigprodukt dann in Mannheim und Berlin verkauft haben. Die Männer waren bei einer Razzia Ende 2013 in Ludwigshafen festgenommen worden. Bereits die Feststellung der Anwesenheit der mehr als 20 Pflichtverteidiger durch den Vorsitzenden Richter sorgte für Schwierigkeiten und eine etwa einstündige Prozessunterbrechung. Ein Verteidiger wurde auf eigenen Antrag entpflichtet, andere waren wegen Terminschwierigkeiten nicht erschienen. Die elf Angeklagten standen 2014 schon einmal vor Gericht. Doch nach 65 Verhandlungstagen musste der Prozess wegen Krankheit des Vorsitzenden Richters ausgesetzt werden. (dpa/lrs)