Mannheim: ZEW-Studie – Auslandsarbeit der Eltern belastet Kinder seelisch

Wenn die Eltern zur Arbeit ins Ausland gehen, verstärkt das bei ihren Kindern die Anfälligkeit für Krankheiten und tiefer Traurigkeit. Das ist das Ergebnis einer Studie vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW), die am Freitag vorstellt wurde. Die Untersuchung bezog sich auf Familien in Rumänien, bei denen die Eltern außerhalb des Landes arbeiteten und die Kinder in ihrem Heimatland zurückblieben. Der beschriebene Effekt sei besonders stark ausgeprägt bei Minderjährigen, die in ländlichen Gebieten aufwuchsen.

Bei Kindern und Jugendlichen, bei denen ein Elternteil oder beide das Land verlassen hatten, wurden verbesserte schulische Leistungen festgestellt. Dieser positive Effekt wurde damit begründet, dass sie mehr Zeit zum Lernen und für Hausaufgaben verwenden als ihre Altersgenossen, deren Eltern zu Hause sind. Dieser besondere Umstand sei vorwiegend bei Kindern feststellbar, die in einem städtischen Umfeld lebten. (lsw)