Mannheim: Zug mit 580 Flüchtlinge angekommen

Am Mannheimer Bahnhof sind am Dienstagmorgen rund 450 Flüchtlinge in einem Zug aus Salzburg und weitere 130 mit Bussen angekommen. Nach Angaben eines Sprechers des Innenministeriums werden sie auf verschiedene Unterkünfte verteilt. 220 werden nach Heidelberg gebracht, 96 bleiben in Mannheim, die anderen Flüchtlinge werden in Einrichtungen im Saarland, in Hessen und Rheinland-Pfalz untergebracht. Weitere 900 Flüchtlinge werden heute noch erwartet, davon werden rund 440 in Baden-Württemberg bleiben, so der Sprecher weiter.

Baden-Württemberg hat die Verteilung ankommender Flüchtlinge neu geordnet. Busse und Züge mit
Asylbewerbern aus dem Süden steuern seit Dienstagmorgen zentral den Hauptbahnhof in Mannheim an. Von dort aus werden die Menschen auf die vier Bundesländer Saarland, Hessen, Rheinland-Pfalz und
Baden-Württemberg verteilt, sagte ein Sprecher des Innenministeriums am Dienstag. Maßstab für die Verteilung auf andere Länder sei der sogenannte Königsteiner Schlüssel – er wird jedes Jahr entsprechend der Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Länder berechnet.
Baden-Württemberg muss demnach in diesem Jahr rund 13 Prozent aller Migranten aufnehmen.
Zuletzt waren die Sonderzüge aus München vor allem in Esslingen angekommen. „Mannheim liegt geografisch günstiger“, erklärte ein Sprecher des Regierungspräsidiums Karlsruhe. Es sei eine Art Drehkreuz, von dort würden die Flüchtlinge in die südlichen Bundesländer verteilt. Zuerst hatte die „Südwest Presse“ (Dienstag) über das Thema berichtet.(dpa/lsw)