Mannheim: Zwei brutale Überfälle auf Schulhöfen

Der Schulhof als Tatort: Gleich zweimal war das am Wochenende in Mannheim der Fall. Sechs Unbekannte überfielen am späten Samstagabend zwei 18 und 30 Jahre alte Männer im Stadtteil Schwetzingerstadt. Die beiden hielten sich auf dem Schulhof des Karl-Friedrich-Gymnasiums in der Roonstraße auf, als der 30-Jährige plötzlich mit einer Glasflasche auf den Hinterkopf geschlagen wurde, so die Polizei. Sie versuchten zu flüchten. Die Angreifer verfolgten den 18-Jährigen und warfen ihn zu Boden. Einer stach mit einem Messer nach ihm und verletzte ihn an der Hand. Die Banditen traten auf ihn ein und forderten Bargeld. Als sie es hatten, ließen sie von ihrem Opfer ab und flüchteten in Richtung Tattersall, wo sie laut Angaben von Zeugen in eine Straßenbahn der Linie 6 einstiegen.

Ähnlich brutal eine Gewalttat am Freitagabend im Stadtteil Sandhofen. Hier wurden eine 45-jährige Frau und ihr gleichaltriger Mann von einer Gruppe unbekannter Jugendlicher zusammengeschlagen. Das Ehepaar hielt sich ebenfalls kurz vor Mitternacht auf dem Schulhof der Sandhofenschule auf, als es angegriffen wurde. Die Frau erlitt Verletzungen im Gesicht und am Bauch, ihrem Mann wurde der Kiefer gebrochen und ein Zahn ausgeschlagen. Beide wurden zur Behandlung ihrer Verletzungen in eine Klinik gebracht.

Trotz der Parallelen: Ein Zusammenhang zwischen den brutalen Überfällen bestehe vermutlich nicht, so ein Polizeisprecher auf RNF-Anfrage am Sonntag. Da es aus Sandhofen bislang keine Täterbeschreibungen gibt, werden Zeugen gebeten, sich bei der Polizei zu melden. 0621/77769-0 (wg).