Mannheim: Zwei der in Mossul verhafteten Dschihadistinnen aus Mannheim

Zwei der in Mossul festgenommenen Dschihadistinnen kommen offenbar aus Mannheim. Das meldet die „Welt“ in ihrer heutigen Ausgabe unter Berufung auf Sicherheitskreise. Es handele sich um eine gebürtige Marokkanerin und ihre erwachsene Tochter. Insgesamt haben irakische Streitkräfte bei der Befreiung Mossuls von der Terrormiliz Islamischer Staat vier deutsche Frauen verhaftet. Die mutmaßlichen IS-Anhängerinnen befänden sich in Bagdad in Haft. Deutsche Behörden bemühen sich, die Frauen nach Deutschland zurückzuholen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes wurde sie von Mitarbeitern der deutschen Botschaft im Gefängnis besucht. Gegen die vier ermittelt die Bundesanwaltschaft in Karlsruhe nach Angaben eines Sprechers wegen des Verdachts der Mitgliedschaft in der Terrororganisation Islamischer Staat. Zur Frage einer möglichen Auslieferung der Inhaftierten nach Deutschland sagte eine Sprecherin des Justizministeriums, mit den irakischen Behörden werde „über Möglichkeiten der Zusammenarbeit“ gesprochen. Ein Auslieferungsabkommen mit dem Irak gebe es aber nicht. (asc)