Mannheimer als Unterstützer des Islamischen Staats?

Zwei 26-Jährige aus Mannheim sind laut einem Zeitungsbericht nach Syrien gereist, um die Terrormiliz IS zu unterstützen. Die Justiz ermittele gegen die Türkin und den Kosovaren, berichtet der „Mannheimer Morgen“ unter Berufung auf die Karlsruher Staatsanwaltschaft. Die Verdächtigen hätten sich „in den vergangenen ein bis zwei Jahren stark radikalisiert“. Die Behörde ermittele unter anderem wegen der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat. Zwischen der Frau und dem Mann gebe es wohl keine Verbindung, für die Behörden seien es zwei getrennte Fälle. Ob sich die Mannheimer noch in Syrien aufhalten, wüssten die Ermittler nicht. Der Vorsitzende der Mannheimer Yavuz Sultan Selim Moschee in Mannheim, Bilal Dönmez, hat sich bestürzt über den Terrorverdacht gegen zwei 26-Jährige aus seiner Stadt gezeigt. „Ich höre zum ersten Mal, dass es sowas in Mannheim gibt“, sagte er der Deutschen Presse-Agentur. „Ich bin sprachlos. Wie kann sowas sein?“

Bereits im November vergangenen Jahres hatte das Rheinneckarblog unter Berufung auf das Landesamt für Verfassungsschutz berichtet, dass zwei Männer aus Mannheim als ISIS-Kämpfer aktiv seien. Auch ein Ehepaar und ein weiterer Mann aus der Pfalz standen im November vergangenen Jahres unter Verdacht, den „Islamischen Staat“ in Syrien zu unterstützen. (lsw/rk, aktualisiert 11:18 Uhr)