Markus Merk: „Wiederholungsspiel!“

Der ehemalige Weltschiedsrichter Markus Merk aus Kaiserslautern fordert, dass das Bundesligaspiel  zwischen Bayer Leverkusen und der TSG Hoffenheim wiederholt wird.

 „Ich bin kein Justiziar. Es gibt die Tatsachenentscheidung im Fußball. Ich bin aber auch Fußballer mit Leib und Seele. Ich war und bin immer für Gerechtigkeit im Fußball. Für mich kann es nur eine Entscheidung geben: Wiederholungsspiel“, sagte Merk im TV-Sender Sky.

Am Freitag war der Kopfball des Leverkuseners Kießling in der 70. Minute ans Außennetz gegangen. Durch ein Loch im Netz gelangte der Ball ins Tor. Schiedsrichter Felix Brych gab den Treffer. Erst später, als er auf das Loch im Netz hingewiesen wurde,  begriff Brych,  dass er falsch entschieden hatte. Er blieb aber dabei.

Merk will trotzdem nicht den Stab über ihn brechen. „Man kann keinem der Beteiligten einen Vorwurf machen, weder dem Schiedsrichter noch Stefan Kießling. Es ist eine absolut unglückliche Situation“, sagte Merk und forderte technische Hilfsmittel:  „Ich habe 2007 schon gesagt: Manchmal wären technische Hilfsmittel im Extremfall äußerst vorteilhaft und würden alle Beteiligten aus der Schusslinie nehmen.“

Markus Gisdol geht indessen fest davon aus, dass die Partie nochmal angesetzt wird. „Alles andere als eine Wiederholung wäre ein Witz“, sagte Gisdol nach dem Spiel. In Anspielung auf das Phantomtor von Thomas Helmer 1994 im Spiel Bayern München gegen 1.FC Nürnberg  meinte er: „Man kann nicht ein Spiel der Bayern wiederholen lassen, und das von Hoffenheim nicht. Da würde ja niemand mehr die Fußballwelt verstehen!“ (wg)