Neonazikundgebung und Gegendemonstration in Ludwigshafen ohne Zwischenfälle

Ein Großaufgebot der Polizei trennte die beiden Gruppen gestern abend in der Nähe der Asylunterkunft in der Bayreuther Straße. Urprünglich wollten die 35 Neonazis mit Fackeln in dem sozialen Brennpunktviertel gegen Asylbewerber demonstrieren. Die Stadt hatte das untersagt und die Kundgebung nur etwa 400 Meter entfernt zugelassen. Das Netzwerk gegen rechte Gewalt und Rassismus mobilisierte rund 300 Teilnehmer unter dem Motto „Flüchtlinge in Ludwigshafen brauchen unsere Solidarität.“ In den Unterkünften leben unter anderem Asylsuchende aus Unruhestaaten wie Ägypten. Die Gegendemonstranten kritisierten die Versuche der Neonazis, die sozial schwache Bevölkerung gegen die Flüchtlinge aufzuwiegeln. Einige der Bewohner machten ihrem Frust lautstark Luft, dass nicht nur die Asylbewerber sondern auch sie schon länger in misslichen Wohnverhältnissen mit defekten Heizungen leben müssten. Nach rund einer Stunde zogen die Neonazis ab und die Gegendemonstration löste sich auf.