Zur Sache: Integration durch Kunst? – Theaterprojekte mit Flüchtlingen als Experiment

In Berlin wurden jetzt die Asylgesetze verschärft. Die Politik wird genauer hinschauen auf die, die zu uns flüchten, auf ihre Herkunft, auf ihre Beweggründe. Alle Politiker sprachen von einer Herausforderung historischen Ausmaßes. Und Ministerpräsident Kretschmann brachte es auf den Punkt, als er meinte, das Grundrecht auf Asyl dürfe nicht durch verstärkte Inanspruchnahme in Frage gestellt werden. Doch mit dem unaufhörlichen Zustrom der schutzsuchenden Menschen auch in die Metropolregion wachsen naturgemäß die Probleme. Vom ehrlichem Willkommen bis zu harscher Ablehnung reicht die Flüchtlingsdiskussion auch an Rhein und Neckar . In solchen Zeiten sind es oft Kulturschaffende, die Sprachlosigkeit und  Ressentiments überwinden. Durch Querdenken, Provokation, Satire und Respektlosigkeit, auch durch Musik und Theater überwinden sie gedankliche und andere Barrieren und bringen die Menschen zueinander. Die Themen Flucht und Zuwanderung fordern folgerichtig auch die Kunst- und Kulturszene. Und so entstanden und entstehen ambitionierte Projekte im Nationaltheater, in Stadtteilen, an den Brennpunkten des Geschehens.  Und es Stellt sich die Frage ob „Integration durch Kunst“ in der aktuellen Situation zielführend sein kann.

 

Es diskutieren:

  • Gerhard Fontagnier,  Aktion „Mannheim sagt Ja!“
  • Hansgünther Heyme, Theater-Aktivist  
  • Burkhard C. Kosminski, Nationaltheater Mannheim 
  • Anne Ressel, CityKirche Konkordien, Mannheim