Migration als Bühnen-Thema: Festival „Offene Welt“ in Ludwigshafen

Krieg und Armut, Flucht und Aufbruch: Um die Ursachen von Migration und die Reaktionen darauf geht es beim Festival „Offene Welt“ vom 26. Februar bis zum 3. März in
Ludwigshafen. Das von Tilman Gersch geleitete Theater im Pfalzbau präsentiert in Zusammenarbeit mit zahlreichen Gastensembles Stücke, Konzerte und Mitmachtheater rund um Menschen, die ihre Heimat verließen – und um das, was ihnen widerfuhr. Das am Dienstag vorgestellte Programm reicht von Elfriede Jelineks Stück „Das schweigende Mädchen“ über den NSU-Prozess (Münchner Kammerspiele) bis zum Stück „Erdbeerwaisen“, in dem es um die daheimgebliebenen Kinder jener Rumänen geht, die in Deutschland den Lebensunterhalt der Familie verdienen (Staatstheater Braunschweig). Das von Gersch entwickelte Festival sei nun besonders aktuell und als Aufruf zu friedlichem Miteinander gedacht, sagte Kulturdezernentin Cornelia Reifenberg (CDU). Es kostet etwa 500 000 Euro und soll künftig alle zwei Jahre stattfinden. dpa/feh