Mosbach: Polizei ermittelt erneut im Mordfall Christine Piller

Im Mosbacher Mordfall Piller führt ein Zeugenaufruf zu weiteren Ermittlungen. Ein von der Heilbronner  Polizei vor einigen Wochen in den örtlichen Medien gestarteter Zeugenaufruf brachte 25 Hinweise. Diese führten zur Identifikation weiterer Personen, die Mitte der  80er Jahre zum Freundes- oder Bekanntenkreis des Opfers gehörten. Es zeigte sich auch, dass die nun ermittelten Frauen und Männer ihre eigenen Wahrnehmungen vor 29  Jahren teilweise falsch bewertet hatten oder damals den Kontakt mit der Polizei vermeiden wollten. Aus ermittlungstaktischen Gründen nennt die Polizei keine weiteren Einzelheiten.

Christine Piller wurde am 23. Januar 1986 letztmals lebend gesehen, nachdem sie gegen 18 Uhr ihre
Arbeitsstätte in einem Modegeschäft in der Mosbacher Innenstadt verlassen hatte. Der genaue Tagesverlauf, konnte bisher nicht in allen Einzelheiten geklärt werden. Neben der Mittagspause, hatte sie zusätzlich die Möglichkeit, am Vor- oder Nachmittag eine 10-minütige Pause einzulegen. Diese wurde von ihr gelegentlich dazu genutzt, um kurz in die Innenstadt zu gehen. Ob Christine Piller diese Zeit auch am Tag ihres Verschwindens in Anspruch nahm und sich möglicherweise in der Nähe ihres Arbeitsplatzes mit einer unbekannten Person traf, ist unklar.

Für Hinweise, die zur Aufklärung des Falles führen, stellten die Staatsanwaltschaft Heilbronn und die Gemeinde Aglasterhausen im Jahr 1986 insgesamt 10.000.-DM (5.000 Euro) als Belohnung zur Verfügung. Sachdienliche Hinweise zum Mordfall Christine Piller nimmt die Heilbronner Kriminalpolizei unter der Tel.Nr.: 07131 104-4444 entgegen.(mf)