MRN: Aufwärtstrend des Immobilienmarkts hält an – im Einzelhandel zeichnet sich Normalisierung ab

Die gewerblichen Immobilienmärkte in den drei großen Städten der Metropolregion Rhein-Neckar haben sich auch 2016 positiv entwickelt. Zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Ausgabe des Immobilienmarktberichts, den die Metropolregion Rhein-Neckar GmbH jährlich in Zusammenarbeit mit dem Immobiliennetzwerk Rhein-Neckar veröffentlicht.

Die Nachfrage nach Büroflächen legte im vergangenen Jahr in allen drei Städten zu. Dies führte bei gleichbleibendem Flächenbestand zu höheren Preisen und rückläufigen Leerstandsquoten. Wie es heißt sei Mannheim mit rund zwei Millionen Quadratmetern Fläche unverändert der größte Büromarkt. Die höchsten Mieten wurden mit 16,40 Euro je Quadratmeter in der Innenstadt erzielt, die Durchschnittsmiete war jedoch mit 13,10 Euro pro Quadratmeter am sogenannten Cityrand am höchsten. Im laufenden Jahr soll etwa 43.000 Quadratmeter Bürofläche fertiggestellt werden, u.a. im Gewerbegebiet Eastsite. Für den Heidelberger Büromarkt war das Jahr 2016 ein Rekordjahr: Die Mieten erreichten mit 16 Euro pro Quadratmeter einen Höchstwert. Auch in Heidelberg werden am Stadtrand die höchsten Durchschnittsmieten realisiert (12,70 Euro je Quadratmeter). Das Preisniveau der innenstadtnahen Lagen gab im Vergleich zum Vorjahr leicht nach. Wie es heißt, seien 4.000 Quadratmeter Bürofläche fertiggestellt worden. Erst 2018/19 sei mit einem Anstieg zu rechnen. In Ludwigshafen stieg die Spitzenmiete im vergangenen Jahr auf 11 Euro pro Quadratmeter. Das Preisniveau ist damit deutlich günstiger als in Heidelberg und Mannheim. 2017 wird ein Zuwachs von 1.5000 Quadratmetern Bürofläche erwartet.Wichtigste Projekte der kommenden Jahre seien das geplante Geschäftshaus „Metropol“ am Berliner Platz mit rund 9.000 Quadratmetern Bürofläche und der Umbau des ehemaligen Kaufhof-Gebäudes mit rund 11.000 Quadratmetern.

Nach einem Rekordhoch im Einzelhandel der letzten beiden Jahre zeichnet sich in der Metropolregion laut dem Immobilienmarktbericht für die kommenden Jahre eine Normalisierung ab. In den Innenstädten von Heidelberg, Ludwigshafen und Mannheim seien derzeit keine großen Neubauprojekte geplant. Dort wie auch in anderen Städte liege der Fokus auf der Wiederbelebung und Umstrukturierung von bereits vorhandenen Objekten.

Der Bericht zum gewerblichen Immobilienmarkt in der Metropolregion Rhein-Neckar erscheint seit 2006. Ziel sei es, die Transparenz für Investoren zu erhöhen. (sab)