MRN: Politik und Islamvertreter führen Dialog

Polizeivertreter, die Stadt Heidelberg und das Landratsamt Rhein-Neckar-Kreis haben sich mit islamischen Gemeinden der Region getroffen und einen Dialog geführt. Wie die Polizei mitteilt, trafen sich Landrat Stefan Dallinger, der Heidelberger Bürgermeister Wolfgang Erichson und Polizeipräsident Thomas Köber bereits am 12. Dezember mit 20 Imamen aus der Umgebung im Landratsamt in Heidelberg. Zur Sprache kamen aktuelle Themen wie religiöser Extremismus und Islamfeindlichkeit. Polizeipräsident Thomas Köber unterstützte das Treffen. Beispielsweise  im vergangenen Jahr  habe die Polizei über 300 politischen Demonstrationen begleitet. Man stehe oft „in der Spannungszone“. Der Staat sei wachsamer gegenüber Extremismus geworden. Dennoch sei die Gefahr allgegenwärtig. Wolfgang Erichson unterstrich, dass man sich kennen und auf Augenhöhe miteinander kommunizieren müsse. In Heidelberg gebe es seit langem ein Gremium, welches das Signal in die Stadt sende, dass man seine Religion frei leben und auch zeigen könne. Stefan Dallinger betonte die Bedeutung von muslimischen Gemeinden in der Integrationsarbeit und gab sich besorgt über wachsende rechtspopulistische Tendenzen in der Gesellschaft. Schlechte Nachrichten verbreiteten sich über das Internet immer schneller, wobei die Prüfung auf deren Wahrheitsgehalt keine Priorität habe. Talat Kamran vom Mannheimer Institut für Integration und interreligiösen Dialog e.V. sprach das Thema Radikalisierung an. Man müsse sich fragen, was Moschee-Gemeinden tun könnten, um   Radikalisierungstendenzen vorzubeugen. 2017 möchte man sich wieder treffen. (fo/mj)