Neustadt: Biosphärenreservat soll Modellregion werden

Eine eigene Regionalmarke und verbesserte Angebote für Touristen sollen das grenzüberschreitende Biosphärenreservat Pfälzerwald/Nordvogesen ökologisch und
wirtschaftlich voranbringen. Bei der turnusgemäßen Überprüfung der Region habe die Unesco zwar den Status des Biosphärenreservats bestätigt, sie habe aber zugleich einen erheblichen Nachholbedarf konstatiert, sagte die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) in Neustadt/Weinstraße. Diese Anregungen habe man zum Anlass genommen, einen Neustart vorzubereiten. „Gemeinsam mit den Akteuren vor Ort und unseren französischen Partnern wollen wir dieses Gebiet zu einer Modellregion
weiterentwickeln, wo Naturschutz im Einklang steht mit einer nachhaltigen Nutzung“, sagte Höfken. Mit der Regionalmarke soll die Vermarktung von Produkten aus dem Pfälzerwald gestärkt werden.Weitere Zerschneidungen des Waldgebiets sollen möglichst vermieden und besonders geschützte Kernzonen ausgedehnt werden. Mit Blick auf das umstrittene Thema Windkraft sagte Höfken, ein Großteil des Pfälzerwalds sei dafür ausgeschlossen worden. Jetzt werde geprüft, ob Windkraft an Stellen, an denen früher schon andere Einrichtungen gestanden hätten, sehr begrenzt in Betracht komme. dpa/feh