Neustadt: Nur ein Mitbewerber für Landesmedienzentrale legt Beschwerde ein

Von den zwei unterlegenen Bewerbern für den Direktorenposten der Landesmedienzentrale (LMK) Rheinland-Pfalz legt nur einer Beschwerde gegen abgelehnte Eilanträge zur Wahl ein. Anwalt Florian Schulz-Knappe sagte heute der Deutschen Presse-Agentur: „Ich akzeptiere den Beschluss nicht, ich werde es aber auf dem Beschwerdeweg nicht weiterverfolgen.“ Der Streit dreht sich um die Wahl des nordrhein-westfälischen Ex-Medienstaatssekretärs Marc Jan Eumann (SPD) zum LMK-Direktor. Eumann war einziger Kandidat einer internen Findungskommission. Die LMK-Versammlung mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hatte ihn gewählt. Die zwei Mitbewerber wurden nach eigenen Angaben kurz vor der Wahl mit dem Argument abgewiesen, es sei zu spät. Das Verwaltungsgericht Neustadt entschied im Februar, dass es keine Anhaltspunkte für einen Verfahrensverstoß gebe. Der Kölner Medienanwalt Markus Kompa legte gegen die Entscheidung Beschwerde ein. Die LMK beaufsichtigt den Privatfunk. (lrs/mj)