Neustadt/Antarktis: Mittwinter-Feier am Südpol mit Weinen aus Rheinhessen und der Pfalz

Anstoßen mit jungen Weinen im ewigen Eis: Das neunköpfige Forscherteam der Neumayer-III-Station am Südpol hat den Tag der Mittwinterwende mit Weinen aus der Pfalz und aus Rheinhessen gefeiert. Das teilte die Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Süd in Neustadt mit. Die Behörde hatte die mit 70 Flaschen gefüllte Kiste im vergangenen August auf den 14 000 Kilometer langen Weg gebracht – wie in jedem Jahr seit 1984. Der Grund: Die Station ist nach dem Polarforscher Georg von Neumayer (1826-1909) benannt, der aus dem pfälzischen Kirchheimbolanden stammt. Der Präsident der SGD Süd, Hans-Jürgen Seimetz, ist Pate der Station. Die edlen Tropfen – Spenden der örtlichen Weinbauverbände – waren bereits kurz nach Weihnachten im ewigen Eis angekommen. Das Team hatte mit dem Öffnen aber bis zum Mittwinterfest – dem höchsten antarktischen Feiertag – gewartet. Seit Mitte Mai hüllt die Polarnacht die Station in Dunkelheit, der Mittwintertag stellt den Wendepunkt dar, ab nun werden die kurzen Dämmerungsperioden länger, bis Ende Juli die Sonne wieder am Horizont aufsteigt. (dpa/lrs/asc)