Obrigheim: Behörden: Keine erhöhte Strahlung durch Atommüll-Transport auf Neckar

Von dem Atommüll-Transport auf dem Neckar geht Behörden zufolge keine stark erhöhte Dosis an Gamma- und Neutronenstrahlung aus. Das geht aus einer Messung der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW) an der Schleuse Kochendorf in Bad Friedrichshall (Kreis Heilbronn) hervor. Bei einem Test am Mittwoch wurde ein Bruttowert von 0,07 Mikrosievert verzeichnet – nach Angaben der Experten kein ungewöhnlich hoher Wert. In diesen Wert sei die natürliche radioaktive Strahlung bereits eingerechnet, hieß es. Bei den Messungen der sogenannten Gamma-Ortsdosisleistung und Neutronendosisleistung untersuchen Experten, wie hoch die zusätzliche radioaktive Belastung für Menschen ist. Mit einem Abstand von zwei Schiffslängen, also rund 200 Metern, hatte ein Team des LUBW die von dem Castor Schiff ausgehende radioaktive Belastung eine halbe Stunde lang aufgezeichnet. Baden-Württembergs Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hatte zuvor bei seinem Besuch an der Schleuse Kochendorf gesagt, er rechne mit Ergebnissen von 0,01 bis 0,04 Mikrosievert. (dpa/lsw)