Obrigheim/Berlin: Gericht lehnt Eilantrag gegen Transport von Atommüll auf Neckar ab

Im Streit um den geplanten Transport von Atommüll auf dem Neckar hat das Verwaltungsgericht einen Eilantrag der Gemeinde Neckarwestheim heute abgelehnt. Damit können 342 Brennelemente per Schiff vom stillgelegten Atomkraftwerk Obrigheim nun zum etwa 50 Kilometer entfernten Zwischenlager Neckarwestheim gebracht werden. Es wäre dererste Transport von Atommüll auf einem deutschen Binnengewässer. Die Gemeinde forderte zunächst ein Gutachten etwa mit Blick auf die Sicherheit. Gegen das Urteil kann die Gemeinde nun Beschwerde vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg einlegen. Eine solche Beschwerde hätte aber keine aufschiebende Wirkung, hieß es.
Das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE) hatte dem Energieversorger EnBW Mitte Mai die Beförderung von 15 Behältern mit insgesamt 342 Brennelementen per Schiff genehmigt. Atomkraftgegner protestieren gegen die Verfrachtung auf dem Neckar. (dpa/lsw/mj)