Otterstadt: Kohlefrachter auf Rhein zum zweiten Mal teilweise gesunken

Ein Schubverband mit rund 5000 Tonnen Kohle ist auf dem Rhein bei Otterstadt (Rhein-Pfalz-Kreis) zum zweiten Mal innerhalb von zwei Tagen fast gesunken. Der Verband bestand aus einem Gütermotorschiff und einem davor gekoppelten Transportschiff ohne Motor. Dieser Schubleichter sei aus bisher ungeklärten Gründen am Mittwoch fast komplett gesunken, möglicherweise wegen Überladung, berichtete das Wasserschutzpolizeiamt Rheinland-Pfalz am Donnerstag in Mainz. Er konnte gerettet werden, indem ein Teil der Ladung auf ein anderes Schiff verladen wurde.
In der Nähe von St. Goar hatte die Polizei schon am Montag festgestellt, dass die Verbindungsdrähte zwischen dem Antriebsschiff und dem Transportschiff teilweise gebrochen waren. Den Beamten fiel außerdem auf, dass der Verband mit 166 Tonnen überladen war. Nachdem der überschüssige Teil der Ladung auf ein anderes Schiff umgeladen war, durfte es zunächst seine Fahrt in Richtung Karlsruhe fortsetzen.
Die Polizei prüft nun, ob die zweite Havarie mit einer weiteren Überladung zusammenhängt. Diese könnte das Schiff so weit abgesenkt haben, dass Wasser hineinlief. Der gerettete Verband darf nun nach Karlsruhe zum Entladen, bevor er zurück in die Niederlande muss.(dpa/lrs)