Pfalz: Landwirte rechnen mit schlechten Spargel-Erträgen

Mainz (dpa/lrs) – Wegen des schlechten Wetters rechnen die rheinland-pfälzischen Landwirte mit einem so kümmerlichen Ertrag wie seit Jahren nicht mehr. «Vermutlich werden es am Ende weniger als fünf Tonnen pro Hektar sein», sagte Frieder Zimmermann von der Landwirtschaftskammer auf dpa-Anfrage in Bad Kreuznach. In den vergangenen fünf Jahren habe der Ertrag durchschnittlich bei 5,81 Tonnen je Hektar gelegen. In den beiden Vorjahren seien es sogar 6,3 Tonnen gewesen.

Die Saison, die in guten Jahren schon Anfang April beginnt, startete nun erst im Mai. «Ende März lag noch Schnee auf den Spargelfeldern, der April war zu kalt», erklärte Zimmermann. «Der Mai brachte zwar die Feuchtigkeit, aber keine Wärme und viel zu wenig Sonne.» In den rheinhessischen und vorderpfälzischen Uferzonen des Rhein habe dann oft wegen Hochwassers nicht geerntet werden können. «Insgesamt muss man sagen, dass die Spargelernte in Rheinland-Pfalz eigentlich erst in der Schlussphase so recht auf Touren kam.»

Traditionell endet die Spargelernte am Johannitag (24. Juni). Einige Betriebe böten in diesem Jahr etwa eine Woche länger Spargel an. «Danach müssen die Pflanzen sich erholen für das kommende Jahr», erklärte Andrea Adams, Sprecherin des Bauern- und Winzerverbands Rheinland-Pfalz Süd. Nach ihren Angaben lag der Preis für ein Kilogramm Spargel zuletzt zwischen vier und sieben Euro.