Pfalz: Luchse und Rehe in friedlicher Koexistenz

Am Mittwoch wurde der fünfte Luchs im Pfälzerwald ausgewildert – ein Jahr nach dem Start des Wieder-Ansiedelungsprojektes der Raubkatzen ist damit ein Viertel der 20 Tiere in der Pfalz angekommen. Das Forschungsprojekt zu Luchsen und Rehen im Pfälzerwald zeigt unterdessen noch keine wesentlichen Auswirkungen auf das ökologische System. Noch bis Frühjahr 2018 sollen Daten zum Bestand des Rehwilds aufgenommen und in Modelle zur Populationsschätzung eingegeben werden, wie die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsanstalt für Waldökologie und Forstwirtschaft (FAWF), Carolin Tröger, auf Anfrage in Trippstadt mitteilte. Der Bestand von Wildarten wird sonst oft anhand von Jagdergebnissen hochgerechnet. „Wir zählen die lebenden Rehe“, erklärte Tröger. Die Tiere in dem 180 000 Hektar großen Gebiet werden mit Infrarotkameras nachts von Autos aus erfasst. Außerdem wurden rund 30 fest installierte Fotokameras aufgestellt. Das Forschungsprojekt wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt und dem rheinland-pfälzischen Umweltministerium finanziell unterstützt. (dpa)