Philippsburg: Goodyear schliesst Werk – Sozialplan vereinbart

Der Reifenhersteller Goodyear schließt sein Werk in Philippsburg. Betriebsrat und Unternehmensführung vereinbarten einen Sozialplan für die mehr als 800 Mitarbeiter, die bei einer Betriebsversammlung darüber informiert wurden. Sie hatten monatelang für den Erhalt des Standorts gekämpft. Goodyear ist der größte Arbeitgeber in Philippsburg.
Der Sozialplan sieht nach Angaben der Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) Abfindungen und eine Transfergesellschaft vor. Das Unternehmen hatte seine Schließungspläne im vergangenen Oktober verkündet. Grund sei die Konzentration auf nachfragestarke Premium-Reifen. In wachstumsschwache oder rückläufige Segmente wolle
man weniger investieren. „Wir sind uns bewusst, welche Auswirkungen die Schließung des Werks für unsere Mitarbeiter haben wird“, teilte der Vorsitzende der Geschäftsführung für Deutschland, Österreich und die Schweiz, Jürgen Titz, mit.
Aus Sicht der Gewerkschaft ist die Haltung des Unternehmens dagegen weder nachvollziehbar noch sinnvoll. „Hier soll ein nach wie vor modernes Reifenwerk platt gemacht werden, ohne dass es dafür nachvollziehbare Gründe gibt. Das ist und bleibt eine riesengroße Sauerei“, teilte IG BCE Bezirksleiter Karsten Rehbein mit. dpa/feh