Philippsburg: Sorge um Arbeitsplätze bei Goodyear

Beim Reifenhersteller Goodyear im nordbadischen Philippsburg gibt es unterschiedliche Angaben über den Abbau von Arbeitsplätzen. Nach Darstellung des Betriebsrates sollen 1100 der insgesamt 7600 Stellen an den
deutschen Standorten gestrichen werden. Dazu zählten auch die fast 900 Beschäftigten im Werk in Philippsburg, das zum Jahresende komplett geschlossen werden soll. Dagegen sagt die Geschäftsführung, dass keine Jobs verloren gehen. Rund 2200 Mitarbeiter sollten in eine neue Gesellschaft wechseln, in der das Unternehmen nach eigenen Angaben energieintensive Bereiche an Produktionsstandorten bündeln will, um Kosten zu sparen. Die betroffenen Beschäftigten „bleiben nach wie vor mit allen Rechten in der „Muttergesellschaft““, erklärte die Geschäftsführung. Durch die Umstrukturierung werde kein einziger Arbeitsplatz verloren gehen. „Dem Unternehmen geht es gut“, betonte Pohl. „In 2016 gab es erneut einen Rekordgewinn. Es gibt also überhaupt keine wirtschaftliche Notwendigkeit, Stellen abzubauen.“ Bei Betriebsversammlungen in allen Werken sei die Belegschaft am Freitag informiert worden, teilte der Vorsitzende des Gesamtbetriebsrats, Jörg Pohl, mit. Die Goodyear Dunlop Tires Germany ist nach eigenen Angaben der größte Reifenhersteller Deutschlands. Rund 7600 Mitarbeiter produzieren an sechs Fabrikationsstandorten rund 30 Millionen Reifen pro Jahr (dpa).