Radikalisierte Minderjährige: 13-jähriger in Ludwigshafen kein Einzelfall

Nach Ansicht der Behörden in Rheinland-Pfalz könnte es künftig weitere Fälle von radikalisierten Minderjährigen geben.
„Wir nehmen die Tatsache sehr ernst, dass der IS immer jüngere Kinder anspricht“, sagte Familienministerin Anne Spiegel (Grüne) in Mainz mit Blick auf die islamistische Terrormiliz. Sie fügte hinzu, „dass wir uns darauf vorbereiten müssen, dass der 13-jährige Jugendliche aus Ludwigshafen kein Einzelfall bleibt“.
Die Jugenddezernentin von Ludwigshafen, Cornelia Reifenberg, teilte mit, dass das Familiengericht am 21. März in der Hauptsache über die weitere Unterbringung des jugendlichen Terrorverdächtigen entscheiden werde. Nach langem Suchen sei inzwischen ein freier Träger der Jugendhilfe für die pädagogische Betreuung gefunden worden, „bei dem wir uns vorstellen können, dass sie zu einer langfristigen Lösung führen kann“. Der strafunmündige Jugendliche wird verdächtigt, Mitte
Dezember vergangenen Jahres einen Anschlag in der Innenstadt von Ludwigshafen geplant zu haben. Er ist inzwischen außerhalb der Stadt untergebracht. Sehen Sie dazu einen ausführlichen Bericht in RNF Life. dpa/feh