Rhein-Neckar-Kreis: Nitratbelastung in Wasserschutzgebieten – Kreis lässt 1.000 Bodenproben entnehmen und auswerten

Der Rhein-Neckar-Kreis kündigt an, in den kommenden Wochen etwa 1.000 Bodenproben zu entnehmen und sie auf Nitratstickstoff untersuchen zu lassen. Dafür schickt der Kreis drei umgerüstetete Jeeps mit einem Vermesserungstechniker in Wasserschutzgebiete. Die 55 Gebiete des Rhein-Neckar-Kreises und der Stadtkreise Mannheim und Heidelberg umfassen eine Gesamtfläche von rund 40.500 Hektar. Davon wurden neun Wasserschutzgebiete mit zirka 6.000 Hektar Fläche als sogenannte Problemgebiete eingestuft. In diesen Gebieten sind die Nitratwerte im Grundwasser zu hoch, sodass hier besondere Maßnahmen zu deren Reduzierung getroffen werden. So sind die betroffenen Landwirte und Gärtner dazu verpflichtet, ihre Äcker vor allem im Hinblick auf den Nährstoffeintrag grundwasserschonend zu bewirtschaften, wofür sie wiederum Ausgleichsleistungen erhalten. Eine der vielen Maßnahmen ist den Angaben nach die Einsaat einer Zwischenfrucht, welche überschüssiges Nitrat bindet. In den letzten Jahren konnten aufgrund sinkender Nitratwerte im Grundwasser sechs Problemgebiete mit einer Fläche von 4500 Hektar in Normalgebiete abgestuft werden. (asc)