Riesenjubel in Mannheim: Die Adler sind Meister!

Die Adler Mannheim sind wieder Deutscher Eishockey-Meister! Mit einem 3:1 (0:0, 1:1, 2:0) beim ERC Ingolstadt sicherten sie sich den vierten Sieg in der Best-of-Seven-Finalserie. Die Freude über den siebten Meistertitel ist unbändig – seit 2007 hatten die Fans auf einen erneuten Gewinn des „Potts“ warten müssen.

RNF berichtet morgen ausführlich über die Feiern heute Abend in der SAP Arena, in Ingolstadt sowie vom morgigen Auto-Corso und dem Empfang im Rathaus (15 Uhr) in der Sendung RNF Life (18:00, 19:00, 20:00, 22:00 und 23:00 Uhr) und natürlich tagsüber auf RNF.de. Eine Zusammenfassung des Spiels senden wir in einem „Sport Extra“ (17:00, 18:30, 19:30 und 00:30 Uhr).

 

Zu Beginn des ersten Drittels sahen die 4.815 Eishockey-Fans in der Ingolstädter Saturn-Arena (davon 450 aus Mannheim) und die 12.000 beim Public Viewing in der SAP-Arena ein Spiel nahezu auf ein Tor. Mannheim setzte die Gastgeber immens unter Druck. Rheault, Ullmann, Hecht, Yip und Plachta kamen zu Chancen, allerdings verhinderte Timo Pielmeier im Tor der Panther eine frühe Führung der Adler. Nach dem ersten Power Break kam der amtierende Meister besser ins Spiel, gefördert durch zwei Strafzeiten der Mannheimer: Buchwieser (12.) und Yip (16.) mussten aufs Sünderbänkchen. So kam es nach 20 Minuten doch zu einer ausgeglichenen Schussbilanz – neun Mal ergaben sich Tormöglichkeiten für Ingolstadt, zehn Mal für die Adler.

 

Auch im zweiten Spielabschnitt hatten die Adler den besseren Start. Jochen Hecht vergab eine Großchance, zog die Scheibe übers Tor. Und dann war es doch Ingolstadt, das den ersten Treffer markierte. Christoph Gawlik bugsierte die Scheibe ins Mannheimer Tor. 28 Minuten waren gespielt. Mannheim suchte nach einer Antwort – und Ingolstadt half dabei. Dustin Friesen hatte nicht einmal richtig auf der Strafbank Platz genommen, da glichen die Adler aus (32.). Ein gewonnenes Bully vor dem Tor der Gastgeber, von der blauen Linie passte Daniel Richmond vors Tor zu Jochen Hecht, der suchte aber nicht selbst die Entscheidung, sondern spielte die Scheibe noch einmal quer zu dem tiefer stehenden Kurtis Foster. Pielmeier war verladen, Foster schoss in die freie Ecke – 1:1. So ging es ins Schlussdrittel.

 

Sechzehn Minuten vor Spielende hatten die Adler erstmals einen Henkel des Potts in der Hand. Andrew Joudrey fälschte einen Schuss von Steven Wagner mit der Rückhand ab, ein gutes Auge und viel Gefühl im Schläger – der Puck fand den Weg ins Tor. Mannheim lag jetzt 2:1 vorne. Ingolstadt widersetzte sich aufopferungsvoll dem aufziehenden Unheil. Spielerisch und kämpferisch boten die Panther Mannheim Paroli. Sie versuchten nun, die Gäste in ihrem eigenen Drittel einzuschnüren. Gefährlich wurde es immer, wenn Mannheim konterte. Beispielsweise in der 50. Minute: Eine Zwei-gegen-zwei-Situation vor dem Ingolstädter Tor brachte Jon Rheault in eine ideale Schussposition – aber Pielmeier parierte. Es wäre die Entscheidung gewesen. Die Schlussphase – nichts für schwache Nerven. In der 52. Minute musste Ronny Arendt nach einem Foul in der eigenen Zone noch einmal auf die Strafbank – Ingolstadt in Überzahl. Doch die Adler störten das Powerplay der Panther effizient. Tiefes Durchatmen auf der Mannheimer Bank und bei den Fans in der SAP-Arena.

 

In den Zweikämpfen hatten die Adler in der Schlussphase oft das bessere Ende für sich. Sie gewannen jetzt die Kontrolle über das Spiel vollends zurück. Mannheim hielt jetzt die Scheibe lange in den eigenen Reihen, ließ Ingolstadt laufen. Und noch in den letzten beiden Minuten spielten die Adler Forechecking, so dass Ingolstadt lange Zeit nicht einmal den Goalie aus dem Kasten nehmen konnte. Erst 56 Sekunden vor Schluss ein „Empty Net“ bei den Panthern – und Jon Rheault nutzte das aus: 3:1! Vorbei!!! Jubel bei Mannheim – so spielt ein Meister! (rk)