RLP: IHKs fordern Maßnahmen für zukunftsfähigen Tourismus

Mit jährlich mehr als 26 Millionen Übernachtungen, 150 Millionen Tagesgästen und einem Bruttoumsatz von 7,18 Milliarden Euro, ist der Tourismus in Rheinland-Pfalz ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. Die Industrie- und Handelskammern (IHKs) in Rheinland-Pfalz haben die Lage im Tourismus in ihren Vollversammlungen analysiert und daraus fünf Forderungen abgeleitet. Ziel der Politik müsse es sein, die Tourismusbranche zukunftssicher zu machen. Dazu rufen die IHKs Fachministerien und Referate auf der Landesebene auf, intensiver zusammenzuarbeiten und fordern in den Regionen zwingend den Ausbau ortsübergreifender Organisationsstrukturen, um Ressourcen besser bündeln und Synergien intelligenter nutzen zu können. Die daraus entstehenden Einsparungen sollten in enger Absprache mit allen Beteiligten in ein gemeinsames, thematisch gut abgestimmtes und modernes Marketing investiert werden. Die Industrie- und Handelskammern appellieren an die Landesregierung und die Kommunen, auf zusätzliche Bürokratie und finanzielle Belastungen zu verzichten. Demnach lehnen die IHKs zusätzliche Abgaben und Steuern ab und möchten stattdessen die bestehenden Rahmenbedingungen optimieren. Der Tourismus treibt Rheinland-Pfalz laut IHKs als bedeutender Beschäftigungsmotor an. Knapp 13.500 Gastronomie- und Hotelleriebetriebe sichern insgesamt knapp 150.000 Arbeitsplätze im Land und sind für die Ausbildung von derzeit 2.600 jungen Menschen verantwortlich. (IHKs RLP/mj)