Sankt Martin: Wanderschäfer und ihre Herden sollen beim Artenschutz im Wald helfen

Wanderschäfer und ihre Herden sollen eine wichtige Rolle beim Natur- und Artenschutz im Pfälzerwald übernehmen, dem größten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands. Das sieht ein neues Projekt vor, das Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) und ihre rheinland-pfälzische Kollegin Ulrike Höfken (Grüne) am Dienstag im südpfälzischen Sankt Martin auf den Weg brachten.
Demnach ist geplant, dass die Herden auf artenreichen Grünflächen weiden, die aufgrund von Aufforstungen, landwirtschaftlicher Nutzung
oder anderen Gründen isoliert im Wald liegen. Zudem sollen zwischen den Grün- und Weideflächen neue Verbindungen beziehungsweise
Hirtenwege entstehen. Auf diese Weise soll ein neues Triftwegenetz geschaffen werden – also Verbidungen zwischen Weideflächen, die für
durchziehende Herden zahlreiche Fraßmöglichkeiten vorsehen. Wiesen und Weiden seien wertvolle Lebensräume für seltene und
bedrohte Tier- und Pflanzenarten, sagte Schulze. Bis 2020 soll nun – auch mit den Bürgern – über Maßnahmen nachgedacht werden. Gibt es dann grünes Licht, kann eine zehnjährige Projektphase beginnen. Bund, Land und der Träger – der Bezirksverband Pfalz – stecken bis dahin fast zwei Millionen Euro in das Projekt.(dpa/lrs)