Schifferstadt: VfK unterliegt Ispringen im Kampf um die Meisterschaft

Der VfK Schifferstadt hat es nicht geschafft: Die Pfälzer Ringer unterlagen am Freitagabend in der Wilfried-Dietrich Halle im Final-Rückkampf um die Mannschaftsmeisterschaft in der Deutchen Ringerliga (DRL) dem KSV Ispringen (Foto) mit 10:12. Den Hinkampf hatte Ispringen vor heimischem Publikum noch mit 11:13 verloren. Am Ende entschied die Gesamtzahl der gewonnen Einzelkämpfe in Hin- und Rückkampf. In dieser Bilanz hatte die Staffel von Trainer Alexander Leipold mit 11:9 dies Nase vorn.

Vor ausverkaufter Halle erwischten die Pfälzer trotz guter Ausgangslage keinen guten Tag. Nach fünf von zehn Kämpfen und vier Niederlagen lagen sie zur Pause bereits mit 2:6 Punkten zurück. Den Zorn der Pfälzer Zuschauer zogen sich die Unparteiischen gleich mehrfach zu, weil sie ihre Staffel  benachteiligt sahen. Auch am Rand der Matte ging es zwischendurch ruppig zu zwischen den Verantwortlichen. Nach der Pause kamen die Gastgeber besser zurecht mit dem Gegner. Trotz eines 16:0-Sieges von Patryk Dublinovski gegen Carsten Kopp im letzten Kampf des Abends reichte es aber nicht mehr, den Titel in die Pfalz zu holen.

Die Higlights des Rückkampfs und die Interviews am Montag in RNF Life. 

Finale verloren: Der frustrierte VfK wenige Minuten nach Ende des Kampfes

Die Deutsche Ringerliga (DRL) startete im September 2017 in ihre Premierensaison. Neben Germania Weingarten nahmen der VfK Schifferstadt, der KSV Ispringen, ASV Nendingen und KAV Eisleben teil. Vor zwei Wochen bereits endete die Bundesliga des Deutschen Ringer-Bundes (DRB), aus der nach Streitereien um die Vermarktung vor der Saison die fünf „Rebellen-Teams“ austraten. „Trotz aller
Drohungen und Sanktionen seitens des DRB und des Weltverbandes haben wir eine gute Meisterschaft mit vielen spannungsgeladenen Duellen absolviert“, sagte DRL-Geschäftsführer Markus Scheu. „Das macht uns Mut, wir machen weiter und wir werden noch wachsen.“

Der Zwist zwischen DRL und DRB war zuletzt wieder verschärft worden. Nachdem der Verband den deutschen Topathleten schon im vergangenen Sommer verbot, bei DRL-Vereinen zu ringen, sprach der Weltverband UWW zuletzt Sperren gegen alle Athleten der DRL aus. Die Ringerliga hält dieses Vorgehen für unrechtmäßig und kündigte eine Klage an. (wg/dpa)