SG Leutershausen besteht gegen Erstliga-Absteiger Hildesheim

(rkü) Beim Auswärtsspiel in Hildesheim hat die SG Leutershausen mehr als einen Achtungserfolg erzielt: Gegen den Erstliga-Absteiger aus Niedersachsen holten die „Roten Teufel von der Bergstraße“ ein 24:24-Unentschieden. Nach einem durchwachsenen Start setzten sie den Favoriten dieser Partie erheblich unter Druck. Damit kann die SGL am kommenden Samstag mit gestärktem Selbstvertrauen ins Kellerduell gegen den SV Henstedt-Ulzburg gehen. Auch in diesem Spiel geht es wieder um wichtige Punkte gegen den Abstieg.

Die Ansage von SGL-Handballchef Uli Roth war klar: Voraussetzung für einen letztlich erfolgreichen Kampf um den Klassenerhalt sollte sein, in der Rückrunde genau jene Gegner zu schlagen, gegen die es in der Vorrunde denkbar knappe Niederlagen gab. Hildesheim war genau so ein Kandidat: 22:23 hieß im im Oktober vergangenen Jahres in der Heinrich-Beck-Halle. Erst im letzten Viertel des Spiels war es der Eintracht gelungen an der SGL vorbei zu ziehen und den knappen Vorsprung bis zur Schluss-Sirene zu retten. So spannend wollte es der Bundesliga-Absteiger beim neuerlichen Aufeinandertreffen, diesmal in der Sparkassen-Arena von Hildesheim, von Beginn an nicht machen. Nach Erfolgen gegen Hüttenberg und Tabellenführer Emsdetten strebten die Niedersachsen den dritten Sieg in Folge an. Die Eintracht lechzte geradezu nach der Serie, belegt sie doch mit Platz 15 einen nicht eben standesgemäßen Rang in der Tabelle. Entsprechend legte Hildesheim los und kaufte der SGL den Schneid ab: 4:1 stand es nach etwas mehr als fünf Minuten, 7:2 nach achteinhalb. Das schien eine klare Sache zu werden. Aber auch Leutershausen hatte einen Plan für dieses Spiel: Ein Sieg sollte her, wie von Uli Roth gefordert.

Und so machten sich die „Roten Teufel“ an die Aufholjagd. Nach einer Auszeit (10. Minute) begann sich Leutershausen mehr und mehr an seinen Gegner heran zu saugen. Der begann Fehler zu machen, gleichzeitig nahm die körperliche Intensität zu – Hildesheim konnte sich bei seinem Torwart Dennis Klockmann bedanken, dass der Ball nicht häufiger im Netz zappelte. Ruß, Forstbauer, Conrad und Frietsch scheiterten am Schlussmann der Eintracht, und trotzdem stand es eine Minute vor der Pausensirene 13:12. Die SGL hatte den verpatzten Start in diesem Spiel wett gemacht.

Nach dem Wiederanwurf war es Sebastian Brehm, der mit seinem Treffer zum 13:13 den Gleichstand herstellte, und in der 37. Minute Kapitän Jochen Geppert, der mit seinen Wurf zum 15:16 zum ersten Mal die Führung für die Gäste holte. Matthias Conrad erhöhte gar auf einen Zwei-Tore-Vorsprung für die „Roten Teufel“, doch kam Hildesheim zurück und drehte das Spiel wieder. Von nun an ging es hoch her in der Sparkassen-Arena, die Partie steuerte auf ein Herzschlag-Finale zu. Dreißig Sekunden vor Spielende nahm sich Hildesheim im Ballbesitz eine Auszeit, 20 Sekunden vor Schluss hielt Alexander Hübe einen Ball von Hildenheims Maximilian Jonsson – damit war ein Punkt sicher. Einer, der in der Schlussabrechnung noch ganz wichtig sein könnte.

SG Leutershausen: Hübe, Peribonio, Frietsch, Gunst 2/2, Brehm 1, Müller 5, Forstbauer 2, Ruß 4, Prestel 1, Volk, Geppert 3, Conrad 4, Engels 2, Kohlbacher, Kuch.

Eintracht Hildesheim: Klockmann, Schulz, von Hermanni, Tzimourtos 5, Nikolov, Quist 3, Jahns, Weißbach, Murawski 6/3, Chantziaras 2, John 2, Jonsson 1, Meschke 4, Nartey 1