SG Leutershausen: Einspruch gegen HBL Entscheidung: keine Lizenz für 2. Bundesliga

Vor Kurzem veröffentlichte die die DKB Handball-Bundesliga eine Pressemitteilung, in der sie bekannt gibt, dass die SG Leutershausen im Falle eines sportlichen Nichtabstiegs keine Lizenz für die 2. Bundesliga erhält.

 

Ein Auszug der Pressemitteilung im Wortlaut:

Am heutigen Mittwoch gab die Lizenzierungskommission der Handball-Bundesliga GmbH nach intensiver Prüfung und Durchführung zahlreicher Lizenzgespräche mit den Lizenzbewerbern die Entscheidung über die Lizenzanträge für dieDKB Handball-Bundesliga sowie für die 2. Handball-Bundesliga bekannt. Es ist zu folgenden Entscheidungen gekommen:

„Die SG Leutershausen erhält keine Lizenz zur Teilnahme am Spielbetrieb der 2. Handball-Bundesliga für die Saison 2013/14.“

 

Die SGL erhielt die Information über diese Entscheidung selbst erst wenige Minuten vor Veröffentlichung der Pressemitteilung. „Wir waren wie vor den Kopf gestoßen, weil es keine Anzeichen gab, dass wir keine Lizenz erhalten würden. Am 6. Mai erst haben wir die Lizenzunterlagen noch einmal nachgebessert. Danach gab es keine Rückfragen seitens der HBL mehr“, sagt SGL-Geschäftsführer Jörn Schmitt. „Wir sind davon ausgegangen, dass alles in Ordnung ist und hätten bei Unklarheiten jederzeit reagieren können.“

SGL-Handball-Chef Uli Roth nahm umgehend nach Veröffentlichung der Nachricht Kontakt zu HBL-Geschäftsführer Frank Bohmann auf: „Wir wissen noch nicht genau, woran es liegt – entweder wurden unsere Unterlagen falsch interpretiert oder wir haben die Unterlagen falsch eingereicht, jedenfalls ist der Grund für die Nichterteilung der Lizenz bei genauerem Hinsehen nicht haltbar.“ Die HBL geht nach Stand der Dinge davon aus, dass lediglich fünf Prozent des Etats der SGL von Sponsorengeldern gedeckt seien. „Das ist natürlich Unsinn“, so Uli Roth, „in Wahrheit liegen die geplanten Sponsorengelder voll im Plan.“ Insofern liegt möglicherweise ein Formfehler in den Lizenzunterlagen vor – inhaltlich sieht die SGL alle Forderungen erfüllt.

Als Konsequenz wird die SG Leutershausen von ihrem Recht Gebrauch machen und Einspruch gegen die Entscheidung der HBL einlegen. „Am Freitag fahren wir nach Dortmund, um den Fall zu klären. Ich gehe davon aus, dass die HBL ihre Entscheidung danach revidiert – und Frank Bohmann übrigens auch“, so Uli Roth. (sgl/beh)