SG Leutershausen: Keine Punkte gegen Leipzig

(rkü) Wieder keine Punkte für die SG Leutershausen in der 2. Handball-Bundesliga: In einem leidenschaftlich geführten Heimspiel holten die Gäste des SC DHfK Leipzig den 28:33 (15:14)-Sieg – nach dem Geschmack der 600 gut aufgelegten Zuschauer in der Heinrich-Beck-Halle etwas zu hoch, hatte ihr Team doch eine lange Zeit in diesem Spiel attraktiven Handball gezeigt. „Das war eine starke erste Halbzeit von uns. Wir haben das umgesetzt, was wir wollten. In der zweiten Hälfte hat Leipzig dann ins Spiel gefunden, sie hatten gute Lösungen gegen alles, was wir probiert haben – da hatten wir dann keine Möglichkeiten mehr“, bilanzierte SGL-Trainer Marc Nagel nach dem Spiel – gab aber zugleich die Parole aus: „Wir wollen den Kopf nicht hängen lassen, sondern in den nächsten Begegnungen die dringend notwendigen Zähler holen.“

Von Beginn an hatte die Partie Tempo und Dynamik. Dass beide Teams die Punkte unbedingt wollten – Leipzig nach drei sieglosen Spielen in Folge, Leutershausen nach der unglücklichen Niederlage in Saarlouis – tat der Begegnung gut. Die Hausherren hatten das richtige Rezept gegen die Sachsen: Nach zehn Minuten lagen sie bereits 6:2 in Front, Leipzigs Coach Christian Prokop zog zum ersten Mal die grüne Karte. „Wir waren sehr nervös, haben uns einige Fehlwürfe geleistet und Leutershausen zu viel Raum gegeben“, ordnete Prokop diese ersten Minuten ein. Danach lief es besser für die Gäste. Sie blieben im Spiel und profitierten nach gut 20 Minuten von mehreren Fehlwürfen der SGL, die ihnen die Chance auf vier Tore hintereinander weg eröffneten – nun lag Leipzig 12:13 vorne (25.). Doch Leutershausen drehte in einer bereits hitzigen Schlussphase der ersten Hälfte das Spiel trotz eines vergebenen Siebenmeters zurück. 15:14 stand es zur Halbzeit.

Leipzig nutzte die Pause besser, um sich auf die zweite Hälfte zu fokussieren. Jedenfalls ließen die Sachsen nach dem Wiederanwurf zunächst kaum SGL-Aktionen zu und überrumpelten sie mit schnellen Toren. Besonders Alexander Feld tat sich auf Seiten der Sachsen hervor: Wenige Quadratzentimeter Raum am SGL-Kreis reichten ihm, um zu Treffern zu kommen. Seine drei Tore in den ersten fünf Minuten nach der Pause brachten Leipzig auf die Siegerstraße. Die schnelle Führung und bauten die Gäste bis zu einem 20:23-Vorsprung aus (43.). Die SGL in der Folge dynamischer – vor allem Hannes Volk leistete am Kreis nun erfolgreich Schwerstarbeit – doch ging Leipzig die erhöhte Schlagzahl jederzeit mit. „Wir sind froh, dass wir unserer Favoritenrolle und unserem Anspruch am Ende doch deutlich gerecht werden konnten“, sagte ein zufriedener Christian Prokop bei der Pressekonferenz.

Trotz der Niederlage konnte auch Marc Nagel dem Spiel noch etwas Gutes abgewinnen: „Wir haben gesehen, dass wir mit Marcel Engels auf der Mitte eine Alternative zu Jochen Geppert haben. Er interpretiert die Rolle etwas anders, aber die Mannschaft kann sich sehr gut darauf einstellen.“ Eine wichtige Erkenntnis, da Kapitän Geppert nach einem Bänderriss im Sprunggelenk noch etwa drei bis vier Wochen das Geschehen nur von der Tribüne aus beobachten kann. Die kommenden Aufgaben für die Roten Teufel werden unterdessen alles andere als leicht: Am 16. November gastieren sie in Nordhorn, ehe sie sich dann in der englischen Woche in zwei anspruchsvollen Heimpartien gegen Neuhausen und Rostock (Mittwoch, 20. November und 23. November) beweisen müssen.

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich, Frietsch 3, Wilde, Forstbauer 1, Ruß 1, Prestel, Volk 5, Durak 5/2, Dippe 1, Engels 7/2, Schulz 5

SC DHfK Leipzig: Tovas, Pulay, Emanuel 5, Binder 4, Jonsson, Gerlich 4, Boese 2, Weber 1, Seitle 1, Prokopec 6/5, Milosevic 4, Feld 6, Göde, Streitenberger, Krzikalla.