SG Leutershausen: „Rote Teufel“ gewinnen gegen TV Hüttenberg 32:28 (18:16)

(rkü) Hölle, Hexenkessel – an diesem 4. Advent passten alle unchristlichen Bezeichnungen zur Heinrich-Beck-Halle in Leutershausen: Die „Roten Teufel“ der SGL lieferten sich in der 2. Handball-Bundesliga gegen den TV Hüttenberg vor 1000 Zuschauern und damit fast ausverkauften Rängen ein Duell der Spitzenklasse. Am Ende krönten sie ihre Anstrengungen mit einem 32:28-Sieg und durchbrachen so die Serie der Hessen, die seit sieben Spieltagen ungeschlagen waren.

Die Hausherren traten selbstbewusst und hoch konzentriert gegen den Tabellendreizehnten an und scheuten gegen die körperlich robusten Gäste den Clinch nicht. Die 18:16-Pausenführung der SGL war allerdings nur eine Momentaufnahme – in Wirklichkeit spielten beide Teams lange auf hohem Niveau gleichauf. Erst Mitte der zweiten Halbzeit schien sich erstmals eine Überlegenheit der „Roten Teufel“ abzuzeichnen. In der 46. Minute traf Kreisläufer Hannes Volk zum 27:23. Hüttenberg steckt aber noch lange nicht auf, sondern suchte den Anschluss – bereits drei Minuten später war der TV wieder auf 27:26 dran. Besonders die SGL-Youngsters Manuel Frietsch und Marcel Engels wussten in dieser engen Partie zu gefallen: Sie hielten mit ihren Toren die Bergsträßer im Spiel. Und auch im Kasten der Leutershausener passte an diesem Nachmittag alles. Sowohl Alexander Hübe als auch Sebastian Ullrich boten eine sehenswerte Leistung. Die Entscheidung führten die Gastgeber in den letzten fünf Minuten der Partie herbei. In einem engagierten Schlussspurt setzten sie sich mit Treffern von Prestel und Frietsch ab. Das Anschlusstor von Hüttenbergs Patrick Schmidt zum 32:28 änderte an der Punkteverteilung nichts mehr. „Vielleicht wollte Leutershausen diesen Sieg heute einfach bisschen mehr“, kommentierte TV-Coach Heiko Karrer nach dem Spiel die Niederlage seines Teams, „ich muss meiner Mannschaft dennoch ein Kompliment machen – sie hat in den vergangenen Spielen aufopferungsvoll gekämpft und eine tolle Serie hingelegt; da macht so ein Ausrutscher wie heute nichts.“ SGL-Trainer Marc Nagel freute sich für seine „Roten Teufel“: „Das war ein wirklich guter Abend für uns. Wir konnten heute ausgeruht und in voller Teamstärke an diese Aufgabe gehen und haben unsere Chance genutzt.“

SG Leutershausen: Hübe, Ullrich, Frietsch 4, Forstbauer 1, Ruß 5, Prestel 6, Volk 1, Durak 4/2, Geppert 3, Conrad, Dippe 1, Engels 6, Schulz, Wilde, Räpple.

TV 05/07 Hüttenberg: Ritschel, Poltrum, Pechstein 3, Lex 7/4, Lambrecht, Faulenbach 3, Warnke 2, Scholz 2, Mraz 2, Fernandes, Mappes, Schmidt 6, Ludwig 3, Schomburg, Dorzweiler.