SG Leutershausen: „Vier-Punkte-Spiel“ gegen Aue

Wenn in Handballerkreisen die Rede auf den EHV Aue kommt, dann heißt es in aller Regel: „Uhh… – unangenehmer Gegner.“ In der eigenen Halle gelten die Sachsen als eine Macht, auswärts allerdings als durchaus bezwingbar – dennoch sicherte die SGL in der Hinrunde ein 32:32-Unentschieden beim Mitaufsteiger.

Aue kommt nach einer zweiwöchigen Spielpause an die Bergstraße. Zuletzt schaffte der EHV eine Sensation: Gegen Tabellenführer TV Emsdetten sicherte sich der Tabellensechzehnte einen Sieg in letzter Sekunde. Emsdetten lag neun Minuten vor Schluss drei Tore in Führung, hätte die Partie leicht nach Hause bringen können. Dann drehten die Hausherren aber noch einmal mächtig auf, drehten das Spiel bis zur 58. Minute auf 26:24, mussten acht Sekunden vor dem Ende noch einmal den Ausgleich hinnehmen und sicherten dennoch mit der Schlusssirene zwei Punkte. Ein „Husarenstück“ nannte es die lokale Presse – wie Nerven zerfetzend diese Schlussphase gewesen sein muss, kann jeder Handball-Fan nachvollziehen.

Aus diesen Minuten dürfte Aue dringend benötigtes Selbstvertrauen gezogen haben, denn zuvor blieben die Sachsen über eine Serie von sechs Spielen ohne jeden Punkt. Dadurch rutschte der EHV von einem noch komfortablen 12. Platz auf Rang 16. Mit nur noch vier Punkten Abstand auf die SG Leutershausen gehört der Verein aus dem Erzgebirge sechs Spieltage vor Saisonende zu den akut abstiegsgefährdeten Teams. Die Partie gegen die „Roten Teufel“ ist also ein „Vier-Punkte-Spiel“: Gewinnen die Bergsträßer, bleibt Nichtabstiegsplatz 17 in Reichweite. Gewinnt Aue, verschafft es sich Luft im Abstiegskampf. „Wir haben im letzten Spiel gegen Friesenheim gesehen, wie weit uns ein engagiertes Publikum auch gegen eine starke Mannschaft tragen kann. Das Spiel gegen Aue könnte ein Schlüsselspiel in dieser letzten, engen Saisonphase sein. Da brauchen wir jeden Mann in der Halle“, macht Geschäftsführer Jörn Schmitt klar, wie wichtig dieses Spiel für die SGL ist. rkü)